Die Begegnung mit Braco findet am 28.8.2011 einmal mehr im Kongresshaus Zürich statt, jedoch in grösseren Räumlichkeiten, erreichbar durch den Haupteingang des Kongresshauses an der Claridenstrasse 5. Alles befindet sich auf einer Etage, hell, offen und weit: Ticketausgabe, DVD- und Bücherauslage, Aufenthaltsbereich, so wie der Gartensaal selbst, in welchem das seinen Anfang nimmt, wofür die über 1500 Menschen gekommen sind - Braco's gebender Blick.
Heute erkenne ich: Mein Leben war durch Erfahrungen und Sozialisation in einen fragmentierten, von dualem Denken geprägten Zustand geraten. Ich unterschied zwischen Subjekt und Objekt, gut und böse, erlebte mich selbst von der Welt getrennt. In diesem Zustand sah ich die Welt geprägt von Schmerz, Leid und Schrecken und glaubte daran, die Welt verbessern zu müssen.
Einmal mehr stehe ich heute am 28.8.2011 Braco gegenüber und schaue in seine Augen, einen endlosen Himmel, der sich weitet und mit mir vermischt. Je länger ich zu Braco gehe, desto weniger weiss ich, wer Braco ist und was er tut. Ich kann nur von einem Prozess der Bewusstwerdung berichten, der in mir in Gang gesetzt wurde bei meiner ersten Begegnung am 8. Dezember im Jahre 2007, den ich seither in diesem Blog dokumentiere und aus jetzigen Erleben zu beschreiben versuche.
Wolken ziehen vorbei und ich bin mich ihrer bewusst. Gefühle ziehen vorbei und ich bin mir ihrer bewusst. Gedanken ziehen vorbei und ich bin mir ihrer bewusst. Situationen ziehen vorüber, Gefühle ziehen vorüber, Gedanken ziehen vorüber ... und ich bin mir all dessen bewusst.
Was ist das, das sich dessen bewusst ist?
Ich bin nicht die Gedanken, denn ich bin mir ihrer bewusst, Ich bin nicht die Gefühle, denn ich bin mir ihrer bewusst. Ich bin kein Objekt, das ich sehen kann, denn ich bin mir dessen bewusst.
Etwas in mir ist sich all dieser Dinge bewusst. Also frage ich mich: Was ist es in mir, das sich dem allem bewusst ist?
Was ist es in mir, das wach ist, das bemerkt, was aufsteigt. Was ist das?
Ist es eine bezeugende Bewusstheit, die ich erkenne?
Was ist dieser Zeuge?
Bin ich dieser Zeuge? Bin ich der reine Beobachter, reine Bewusstheit, der reine Geist, der unparteiisch - ohne Identifikation - alles bezeugt, was aufsteigt, von Moment zu Moment. Eine Bewusstheit, weit, offen, leer und klar.
Ist dieser Zeuge mein wahres SELBST? Das Göttliche in mir, das immer schon war, ist und sein wird?
Von diesem alles zu beobachten, gehe ich dazu über, alles zu lieben, zu umarmen, wie es ist - Lieben, was ist...
Ich erkenne: Der einzige Weg, Freiheit und inneren Frieden zu finden, ist eins mit allem zu sein, ein endloser Prozess, absolut perfekt und vollständig in jedem Moment des Seins und sich doch endlos entfaltend...



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